|
Auf den folgenden Seiten wird die Herstellung von Bier mit einfachen Mitteln demonstriert. Grundsätzlich die Herstellung von Bier schon mit einer gebräuchlichen Kücheneinrichtung und einem Thermometer (bis 80°C) zu praktizieren. Manche Dinge werden etwas praktischer, wenn man auf zu diesem Zweck angebotene Gerätschaften aus dem Heimbraubedarf zurückgreift.
|
Folgende Rohstoffe werden benötigt:
|
Soll selbst gemaischt werden, so werden zusätzlich benötigt:
|
|
Rezepte für selbstgebrautes Bier sind auf unserer Rezeptseite zu finden, evl. benötigte Geräte und Rohstoffe in unserem Shop. Hier sind auch komplette Sortimente feinster Rohstoffe für verschiedene Sorten Bier verfügbar. Diese enthalten frisch geschrotenes Malz, Hopfen und Hefe, alles passend abgepackt. Schauen Sie sich in Ruhe um. Grundsätzlich empfehlen wir, zu jedem Brauvorgang ein Protokoll zu erstellen. So können Sie Ihre Technik immer weiter verfeinern und Ihre Biere reproduzieren. Hierzu empfehlen wir unser Brauprotokoll. Dieses hilft Ihnen auch bei der Erstellung eigener Rezepte und führt sogar die Berechnung der benötigten Malz- und Hopfenmenge für Sie durch! Alle Abbildungen können durch Anklicken vergrößert werden (Größe Ø etwa 50 kB). |
|
Das Maischeverfahren dient der Herstellung der Bierwürze. Zuvor wurden durch das Mälzen des Getreides (meist Gerste) in der Mälzerei Enzyme gebildet, welche die Eigenschaft haben, den vorwiegend aus Stärke bestehenden Mehlkörper des Korns in Zucker wandeln zu können. In der Natur dienen diese Zucker dem heranwachsenden Keimling als Nahrung. Diese Enzyme werden beim Maischen reaktiviert. Bei verschiedenen Temperaturstufen (Rasten) wird durch die Aktivität jeweils anderer Enzyme die Stärke des Korns in unterschiedliche Zucker gewandelt. Diese machen Geschmack und Alkohol im späteren Bier aus. |
|
Zusätzliche Information zum Brauen nach dem Maischeverfahren Wird Bier im Maischeverfahren hergestellt, so können sämtliche Parameter beeinflusst und sehr individuelle Ergebnisse erziehlt werden. Oft sind auf diesem Wege selbst hergestellte Biere von so außerordentlich hoher Qualität, wie man sie von käuflichen Bieren nicht kennt. |
|
Zum Maischen werden neben einem ausreichend großem Topf (ein Einkocher eignet sich gut) ein Thermometer, eine Bierwürzespindel und Jodlösung (N50), auch Braujod oder Testjod für Stärketest, benötigt. Sofern das Malz selbst gemahlen werden soll, wird außerdem eine Schrotmühle benötigt. Das nachfolgende Läutern kann mittels einem grpßen Sieb und einem Leinentuch oder einer Windel erfolgen. Sehr viel besser eignen sich im Heimbraubedarf erhältliche Läuterbottiche, bestehend aus einem Kunststoffeimer mit Edelstahl-Siebboden und darunter befindlichem Ablaßhahn. |
Nach oben
|
Anleitung zum Maischen
|
|
Suden bedeutet das Kochen der Malzzuckerlösung (Würze) unter Zugabe des Hopfens. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Würze selbst durch das Maischeverfahren oder durch rehydrieren eines Malzextrakt gewonnen wurde. |
|
Zusätzliche Information zum Brauen mit Malzextrakt Malzextrakte werden industriell durch Maischen und Läutern hergestellt, wobei die Würze anschließend durch Wasserentzug zu einem Sirup oder Pulver eingedickt wird. Es sind sehr gute Extrakte erhältlich, die hauptsächliche Einschränkung stellt die Vorgabe der Malzmischung dar. Die Hopfenzugabe kann man jedoch weiterhin völlig frei nach eigenem Geschmack gestalten. Bei Verwendung von Malzextrakten beginnt das Brauen nach deren Rehydrierung mit dem Suden. Eine Anleitung ist hier zu finden. |
|
Zum Suden wird ein ausreichend großer Topf (ein Einkocher eignet sich gut) benötigt. Die abkühlende zuckerige Würze bietet (insbesondere bei Temperaturen zwischen 30 und 40 °C) idealen Nährboden für Bakterien, Salmonellen und wilde Hefen. Um das Infektionsrisiko gering zu halten, sollte die Würze möglichst schnell abgekühlt werden. Dies kann mittels Wasserbädern oder durch im Heimbraubedarf erhältliche Kühler erfolgen. |
Nach oben
|
Anleitung zum Suden
|
|
Bei der Gärung findet unter Freisetzung von Wärme die Bildung von Alkohol (Ethanol) und Kohlendioxidaus dem Zucker der Malzzuckerlösung (Würze) statt. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Würze selbst durch das Maischeverfahren oder durch rehydrieren eines Malzextrakt oder aus einem Brauset gewonnen wurde. |
|
Zusätzliche Information zum Brauen mit Brausets Brausets bestehen größtenteils aus durch industrielles Maischen und Läutern gewonnenem Malzextrakt, wobei die Würze anschließend durch Wasserentzug zu einem Sirup eingedickt wird. Zusätzlich werden diese Malzextrakte fertig gehopft, so daß auch das Hopfenkochen entfällt. Von renomierten Herstellern sind sehr gute Extrakte in vielfältigen Geschmacksrichtungen erhältlich. Mit dem Inhalt der gebräuchlichen 1,8 kg-Sets lassen sich etwa 15 l Bier herstellen. Laut Beschreibung können durch Zugabe von Zucker 20 l erziehlt werden. Haushaltszucker ist chemisch rein und vergärt vollständig zu Alkohol. Somit führt dieses Vorgehen zu trockeneren geschmacksärmeren Bieren und wird daher nicht empfohlen. Zu empfehlen ist dagegen die Zugabe von gutem Trockenmalzextrakt (Trockenmalz). Bei Verwendung von Biersets beginnt das Brauen nach deren Rehydrierung mit der Vergärung. Eine Anleitung ist hier zu finden. |
|
Zum Vergären wird ein ausreichend großer Behälter und ein Desinfektionsmittel (z.B. hochpozentiger Alkohol) benötigt. Besonders gut eignen sich im Heimbraubedarf erhältliche Gärbehälter mit Deckel, Gärröhrchen und Auslaufhahn. |
Nach oben
|
Anleitung zum Vergären
|
| Martin Greisler © | |
| Hofstetter Brautechnik · Brückenstr. 29 · 56220 Urmitz | |